WOODHENGE (BEORE STONEHENGE AROSE)
Widmungsopfer im damaligen Woodhenge?
Darauf basiert dieser doch düstere einfachgehaltene Track um Woodhenge, was leider immer im dunkeln bleiben wird, da die gefundenen Widmungsopfer damals in London durch einen deutschen Bombenangriff zerstört wurden. So wird es nie darauf eine Antwort geben ob es sich wirklich Widmungsopfer waren.

Etwas südlicher von Durrington Walls liegt das Woodhenge, dass ca. 3,2 km südwestlich von Stonehenge entfernt ist. Woodhenge könnte vermutlich um das Jahr 2340 v. Chr., also vor Stonehenge, errichtet worden sein. Datierungen aus den 1970er Jahren deuten allerdings auf ein jüngeres Erstellungsdatum. Im Boden wurden nur die Pfostenlöcher der verrotteten Holzpfähle gefunden, aus denen das Henge-Monument bestand. Das Woodhenge wurde zwischen 1926 und 1928 durch Maud und Benjamin Cunnington ausgegraben. Sie bestätigten, dass es in der Tat eine Henge war.

Aufbau

Das Gelände besteht aus sechs konzentrischen ovalen Ringen mit Pfostenlöchern, von denen der äußerste etwa 43 x 40 Meter breit ist. Sie sind zunächst von einem einzigen Graben mit flachem Boden umgeben, der 2,4 m tief und bis zu 12 m breit ist, und schließlich von einem äußeren Ufer, der etwa 10 m breit und 1 m breit ist ft) hoch. Mit einem Gesamtdurchmesser von 110 Metern (einschließlich Ufer und Graben) hatte das Gelände einen einzigen Eingang nach Nordosten.

In der Mitte der Ringe befand sich eine geduckte Inhumation eines Kindes, die Cunnington als Widmungsopfer interpretierte, dessen Schädel gespalten war. Nach der Ausgrabung wurden die Überreste nach London gebracht, wo sie später während eines deutschen Bombenangriffs zerstört wurden, was eine weitere Untersuchung unmöglich machte. Cunnington fand auch eine geduckte Inhumation eines Teenagers in einem Grab, das sich im östlichen Teil des Grabens gegenüber dem Eingang befand.

Die meisten der 168 Pfostenlöcher enthielten Holzpfosten, obwohl Cunnington Hinweise darauf fand, dass zwischen dem zweiten und dritten Pfostenlochring möglicherweise ein Paar stehende Steine ​​platziert worden waren. Ausgrabungen im Jahr 2006 zeigten, dass sich auf dem Gelände mindestens fünf stehende Steine ​​befanden, die in einer “Bucht” angeordnet waren. Die tiefsten Pfostenlöcher hatten eine Länge von bis zu 2 Metern – und es wird angenommen, dass sie Pfosten enthielten, die bis zu 7,5 Meter über dem Boden reichten. Diese Pfosten hätten ein Gewicht von bis zu 5 Tonnen und eine ähnliche Anordnung wie die Blausteine ​​von Stonehenge. Die Positionen der Pfostenlöcher sind derzeit mit modernen Betonpfosten markiert – eine einfache und informative Methode zur Anzeige des Standorts.

Weitere Vergleiche mit Stonehenge wurden von Cunnington schnell bemerkt – beide haben Eingänge, die ungefähr auf den Sonnenaufgang im Hochsommer ausgerichtet sind, und die Durchmesser der Holzkreise in Woodhenge und der Steinkreise in Stonehenge sind ähnlich.

Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Woodhenge
Mehr über Woodhenge (englisch): https://www.english-heritage.org.uk/visit/places/woodhenge/history/

Danksagung an Chris Evans (Wiltshire) und David Hanselmann für die Inspirationen. Die beiden haben damals Anfang der 1980er Jahre das Album “Stonehenge” veröffentlicht und ich habe es in meiner Longplayer-Sammlung wiederentdeckt. Erst so bin ich darauf gekommen mich mit dem Thema Stonehenge intensiver zu beschäftigen und dieses in meiner Art von Klängen darzustellen.

cover: public domain cco